Über mich

Hans Engelhard

geboren 1955 in Karlsruhe

  • Studium der Religionspädagogik (Dipl. Rel.- Päd.)
  • Ausbildung zum Dipl. Ehe- Familien- und Lebensberater 
  • Schulseelsorger
  • über 25-jährige Erfahrung mit Einzel- Paar- und Familientherapie

Aus- und Weiterbildungen:

  • Familien- und Systemaufstellungen
  • Arbeit mit Träumen
  • Systemische Paartherapie
  • Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg
  • Spiritualität und Beratung
  • Sexualtherapie

Außerhalb meiner Berufstätigkeit kann man mich im Wald beim Bäume Fällen oder auf der Bühne als Bassist einer Rockband finden.

Therapeutischer Ansatz

„Begleiter auf dem Weg zum Heil“ (Karlfried Graf Dürkheim)

Was ist ein Therapeut? Der bekannte Psychotherapeut und ZEN-Lehrer Karlfried Graf Dürkheim definiert den Begriff des Therapeuten als „Begleiter auf dem Weg zum Heil“. Diese Definition gefällt mir außerordentlich gut, weil sie den Menschen, der einen Therapeuten aufsucht, nicht pathologisiert und als nicht in Ordnung betrachtet, sondern als jemanden sieht, der sich auf einem Weg befindet und sich auf diesem etwas verlaufen hat. Der Therapeut ist demzufolge eher ein Wanderführer, der die Seelenlandschaft gut kennt und bereit ist, den Menschen, der ihn um Hilfe bittet, ein Stück auf seinem Lebensweg zu begleiten. Er weist auf Gefahrenstellen hin, zeigt Abkürzungen und hilft, das angestrebte Ziel wohlbehalten zu erreichen. Man kann ihn beauftragen wie einen Bergführer, der einen durchs unbekannte Gebirge und schwierige Gelände führend begleitet. Nach getaner Arbeit trennen sich ihre Wege wieder.

 

Die Grundintention meiner Arbeit ist die Synthese von Psychotherapie und Spiritualität. Ich habe großen Respekt vor jedem Menschen, dem ich begegne und vor seinem Schicksal, das er trägt.  Als Therapeut kann ich ihm dieses Schicksal nicht abnehmen – es gehört zu ihm. Nicht nur die Würde des Menschen ist unantastbar – auch seine Bürde. Aber ich kann Menschen, die mich aufsuchen, dabei helfen, sich selbst und ihre Situation freundlicher zu betrachten, als sie dies bisher getan haben. Wenn wir uns selbst und unsere Lebenssituation mit neuen, freundlich blickenden Augen betrachten, dann können wahrlich Wunder geschehen. Mein Anliegen ist es, gemeinsam mit Ihnen nach guten und freundlichen Lösungen zu suchen. Wenn mich Menschen in großer innerer Not aufsuchen, betrachten diese mich machnchmal wie eine Schiffplanke, die im Ozean schwimmt und dem Getrandeten lebensrettenden Halt geben soll. Mein Ziel ist es, ihnen zu zeigen, dass sie diese lebensrettende Planke , die ihnen im Ozean des Lebens Halt zu geben vermag, in ihrem eigenen Herzen finden.

Therapeut sein bedeutet für mich, in Menschen mehr Vertrauen zu setzen, als sie selbst das vermögen.

 

Der Weg zur Heilung ist immer die Versöhnung mit mir selbst und meiner Lebensgeschichte. Nur wer lernt, all denen, die ihm Schmerzen zugefügt haben, (auch wenn dieser Jemand er selbst ist) zu vergeben, wird wieder frei werden für das Leben. Das Hadern mit der Vergangenheit bindet uns an diese und hält uns davon ab, im Hier und Jetzt zu leben. Es gilt, das Beste aus dem zu machen, was das Leben aus uns gemacht hat.

 

Erst im Ahnen und Spüren, dass wir eingebettet sind in etwas ganz Großes, entsteht in uns ein Vertrauen und eine große Kraft, das Leben anzunehmen, wie es ist, mit all seinen Beschränkungen und Unfertigkeiten und das Beste daraus zu machen. Dietrich Bonhoeffer hat das in seinem Gedicht „Von Guten Mächten“ treffend und wunderschön ausgedrückt:

 

Von guten Mächten

Von guten Mächten treu und still umgeben, 
Behütet und getröstet wunderbar, 
So will ich diese Tage mit euch leben 
Und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen, 
Noch drückt uns böser Tage schwere Last. 
Ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen 
Das Heil, für das du uns bereitet hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern 
Des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand, 
So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern 
Aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken 
An dieser Welt und ihrer Sonne Glanz, 
Dann wolln wir des Vergangenen gedenken 
Und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und still die Kerzen heute flammen, 
Die du in unsre Dunkelheit gebracht. 
Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen. 
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, 
So lass uns hören jenen vollen Klang 
Der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, 
All deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen, 
Erwarten wir getrost, was kommen mag. 
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen 
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.